Bremen, März 2010

 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

seit vielen Jahren schon unterstützt unser Verein mit der Hilfe eines großen Spenderkreises Zabida Alzayn und ihre 7 Kinder. Diejenigen, die noch nicht so lang in unserem großen Verteiler sind, können in dem angehängten Infobrief aus dem Jahr 2008 nachlesen, welch schwierigen Weg sie schon hinter sich haben. Die anderen, die uns schon länger begleiten, fragen sich vermutlich, ob wir noch Kontakt zu Zabida Alzayn und ihren sieben Kindern haben und wie es der Familie geht.

Tatsächlich sehen wir uns in der Regel alle paar Wochen, trinken Kaffee zusammen und besprechen, wie es weitergeht. Bei sieben Kindern, die auf den Weg gebracht werden müssen, geht der Gesprächsstoff nie aus. Als Zabida Alzayn erfuhr, dass wir wieder dabei sind, unseren Spenderkreis auf den Laufenden zu bringen, bat sie uns als erstes, Ihnen allen herzlich für Ihre bisherige Unterstützung zu danken. Für sie kommt es noch immer einem Wunder gleich, dass fremde Menschen bereit sind, ihr und ihren Kindern zu helfen.

Zurzeit lebt die Familie in einem kleinen Reihenhaus in Huckelriede. Eigentlich fühlen sich alle in der Gegend wohl, allerdings hat der deutsche Vermieter Zabida Alzayn verschwiegen, dass sein Haus voller Schimmelpilz ist. Erst war es nur der Geruch, der die Mutter misstrauisch werden ließ. Inzwischen haben zwei der Mädchen sehr oft Kopfschmerzen. Das Gesundheitsamt war bereits da und hat die Befürchtungen von Zabida Alzayn bestätigt und dringend zum Auszug geraten. Falls Sie also von einer Wohnung oder einem Haus im Bremer Süden hören, in das die Familie umziehen könnte, melden Sie sich bitte bei uns.

Außerdem suchen wir noch zwei oder drei „Ausbildungspaten“ für die drei ältesten Kinder. Yusuf (19) hat den Realschulabschluss erworben, Meriam (17) ist dabei, den erweiterten Hauptschulabschluss zu machen und Mona wird ebenfalls einen Hauptschulabschluss machen. Alle drei bräuchten dringend jemanden, der oder die sie an die Hand nimmt, sie berät, wie man Bewerbungen schreibt, ihnen erklärt, wie man sich vorstellt, auftritt, mit Absagen umgeht oder neue Ideen entwickelt. Das eben, was sonst Väter und Mütter machen, die sich auf dem Arbeitsmarkt auskennen und die sich in Wort und Schrift ausdrücken können. Zabida Alzayn ist damit überfordert.

Ihr geht es psychisch inzwischen deutlich besser, da sie in Behandlung ist und weiter regelmäßig eine Frauengruppe bei Refugio aufsucht.

Ihre Kinder Hamdin, Amira und Mona besuchen die Wilhelm-Kaisen-Schule, Jakob geht in Obervieland zur Schule und Ayub, der Jüngste, geht jetzt in die zweite Klasse. Die beiden Mädchen Mona und Meriam suchen nach kleinen Jobs im Haushalt, um sich Taschengeld dazuzuverdienen. Auch Zabida würde gern etwas dazuverdienen, indem sie zum Beispiel einer älteren Frau im Haushalt hilft oder für sie Einkäufe erledigt. Zabida ist absolut zuverlässig und eine freundliche Frau, insofern können wir sie aufrichtig empfehlen.

Und noch eine letzte Frage: Gibt es jemandem in dem großen Kreis, der diesen Brief erhält, der oder die ein Etagenbett für die Kinder über hat oder einen Kleiderschrank?

Falls Sie Hilfe im Haushalt benötigen, oder Lust haben, eine Art Ausbildungspatenschaft zu übernehmen oder ein Etagenbett oder einen Schrank erübrigen können, würden wir uns freuen, wenn Sie sich bei Karen Stroink unter der Telefonnummer 3011 200 melden.

 

Herzlichen Dank für Ihre tolle bisherige Hilfe und das Interesse,

Marieluise Beck, Rose Gerdts-Schiffler, Karen Stroink

Quelle: http://www.marieluisebeck.de | © marieluise beck 2009